farb*wert*voll Kreativ-Workshop am 23. März in Wien

Papierröllchen, Stift, Schere usw. 13-Wünsche-Ritual in der Umsetzung

Das 13-Wünsche-Ritual – Herkunft, Bedeutung und meine persönliche Erfahrung

Es gibt Rituale, die uns still begleiten und es gibt Rituale, die unser Leben leise, aber nachhaltig verändern. Das 13‑Wünsche‑Ritual der Rauhnächte gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit in die Idee und Herkunft dieses Rituals, erklären, wie es umgesetzt wird, was es mit den Rauhnächten auf sich hat – und wie ein einziger Wunsch aus dem Dezember 2023 mich mutiger gemacht hat.

Die Rauhnächte – eine Zeit zwischen den Zeiten

Die Rauhnächte sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Jänner. Sie gelten seit Jahrhunderten als eine besondere Schwellenzeit. Eine Phase, in der z. B. meine To-do-Liste ein wenig ruht und Raum für Innenschau, Visionen und Neuausrichtung entsteht.

In vielen Traditionen heißt es, dass diese zwölf Nächte symbolisch für die zwölf Monate des kommenden Jahres stehen. Träume, Gedanken und Zeichen in dieser Zeit wurden früher aufmerksam beobachtet, gedeutet und als Wegweiser für das neue Jahr verstanden.

Die Rauhnächte laden uns ein, langsamer zu werden, zurückzublicken und bewusst nach vorne zu schauen. Genau hier setzt auch das 13‑Wünsche‑Ritual an.

Die Idee hinter dem 13‑Wünsche‑Ritual

Das 13‑Wünsche‑Ritual ist ein einfaches, aber kraftvolles Ritual der Ausrichtung und des Vertrauens.

Die Grundidee ist folgende:

  • Du formulierst 13 Herzenswünsche für das kommende Jahr.
  • In jeder Rauhnacht (24.12.-5.1.) wird ein Wunsch losgelassen.
  • Zwölf Wünsche werden symbolisch an das Universum, das Leben oder höhere Kräfte übergeben.
  • Ein Wunsch bleibt für den 6.1. übrig.

Dieser letzte Wunsch wird am Ende der Rauhnächte geöffnet. Er steht für jenen Bereich, in dem du selbst gefragt bist. Nicht als Druck, sondern als Einladung zur Eigenverantwortung.

Für mich liegt die Magie dieses Rituals genau in dieser Balance zwischen Hingabe und Handlung.

So wird das 13‑Wünsche‑Ritual umgesetzt

Vor Beginn der Rauhnächte, ich mache das gerne ab der Wintersonnwende am 21. Dezember, nimmst du dir Zeit für dich.

Du schreibst 13 Wünsche auf kleine Zettel. Wichtig ist dabei:

  • die Wünsche positiv zu formulieren
  • sie so zu schreiben, als wären sie bereits Realität
  • ehrlich zu dir selbst zu sein, es geht um Herzenswünsche, nicht um „vernünftige“ Ziele
  • die Zettel werden jeder einzeln gefaltet/gerollt und in ein Glas oder ein Säckchen gelegt

In jeder Rauhnacht (ab dem 24.12.) ziehst du intuitiv einen Zettel, ohne ihn zu lesen, und lässt ihn los,  traditionell durch Verbrennen.

Für mich war diese Aufgabe beim ersten Mal eine richtige Überwindung. Nimm dir dafür genug Zeit. Wenn du nicht jeden Abend Zeit dafür findest einen Wunsch loszulassen, kannst du auch mehrere auf einmal verbrennen.

Nach der zwölften Rauhnacht bleibt ein Wunsch übrig. Dieser wird am Dreikönigstag geöffnet und begleitet dich bewusst durch das neue Jahr. Du selbst kümmerst dich um die Erfüllung dieses Wunsches, alle anderen übernimmt das Leben.

Beim Verbrennen eines Wunsches vom 13-Wünsche-Ritual in den Rauhnächten.

Mein erster Kontakt mit dem Ritual – Dezember 2023

Im Dezember 2023 habe ich das 13‑Wünsche‑Ritual zum ersten Mal gemacht. Die Empfehlung kam in einem der Kurse von Valerie Jarolim von Blatt und Dorn vor. Ich hatte keine großen Erwartungen, war wie so oft einfach neugierig und hatte den Wunsch das Jahr achtsam abzuschließen.

Als ich am 6. Jänner 2024 meinen letzten Wunsch öffnete, stand dort ein Satz, der mich selbst überraschte:

„Ich bin in jedem Monat des Jahres 2024 mindestens einmal in einem wilden Gewässer schwimmen gewesen.“

Genau dieser Wunsch war die ganzen Rauhnächte sehr präsent. Ich wollte, dass er es wird und zugleich hatte ich mega Angst davor, dass der über bleibt. Ich war damals keine Eisbaderin. Ich hatte Respekt vor kaltem Wasser und ganz besonders vor der Überwindung.

Vom Wunsch zur Erfahrung – mein Weg ins kalte Wasser

Ich begann vorsichtig. Erste Versuche in der Dusche, ein erstes kaltes Eintauchen. Dann noch eines. Nicht jeder Monat war leicht. Manchmal fehlte die Zeit, manchmal die Motivation, manchmal der Mut. Und doch war dieser Wunsch wie ein leiser Begleiter im Hintergrund.

Im Jahr 2024 ist es mir elf Monate gelungen, in einem wilden Gewässer zu schwimmen oder komplett einzutauchen und einige Sekunden/Minuten auszuhalten. Ein Monat blieb allerdings offen.

Erst im Februar 2025 habe ich diesen Kreis geschlossen und damit rückwirkend alle zwölf Monate erfüllt.

Was ich dabei gelernt habe, ging weit über das Eisbaden hinaus:

  • Ich habe Vertrauen in meinen Körper entwickelt.
  • Ich habe gelernt, Angst nicht als Gegnerin, sondern als Wegweiserin zu sehen.
  • Ich habe erlebt, wie sehr uns kleine, klare Schritte verändern können.
  • Ich bin mir selbst treu geblieben und hab mir einen Herzenswunsch erfüllt.
  • Ich hab die Liebe zum Eisbaden entdeckt und bin stolz auf diesen Erfolg.

Der Wunsch 2025 – Verbundenheit leben

Auch im Jahr 2025 hat mich das Ritual begleitet. Der Wunsch, der diesmal übrig blieb, war weniger spektakulär, aber tief: „Mehr Verbundenheit leben.“

Und genau das durfte ich im vergangen Jahr auf vielen Ebenen. Momente echter Nähe. Tiefe Gespräche. Verbindung zur Natur. Ein feinerer Kontakt zu mir selbst. Kein großes Ziel, kein messbarer Erfolg – sondern viele kleine, kostbare Augenblicke.

Rückblickend erkenne ich: Die Wünsche erfüllen sich oft nicht so, wie wir sie planen, sondern so, wie sie für uns möglich sind und wir mit ihnen wachsen können.

Warum ich dir das 13‑Wünsche‑Ritual weiterempfehle

Dieses Ritual ist kein Zaubertrick und kein Versprechen auf ein perfektes Jahr. Es ist eine Einladung.

Eine Einladung,

  • still zu werden,
  • ehrlich zu lauschen,
  • loszulassen
  • und Verantwortung für das zu übernehmen, was in unseren Händen liegt.

Manchmal bleibt ein Wunsch übrig, der uns herausfordert. Manchmal einer, der uns sanft führt. In jedem Fall beginnt eine Reise.

Vielleicht ist es nicht der Wunsch selbst, der sich erfüllt, sondern die Person, die wir auf dem Weg dorthin werden.

Wenn du die Rauhnächte bewusst erleben möchtest, beginne mit deinen Wünschen. Vielleicht verändert sich mehr, als du erwartest. Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr viel Freude bei der Umsetzung.

Alles Liebe

Deine Gudrun

PS: Wenn dich das Thema Naturverbundenheit näher interessiert, dann lege ich dir meinen Blogbeitrag Die heilende Kraft der Natur ans Herz. Lies rein und hol dir meine 38 Tipps, für achtsame Spaziergänge.

Autoren-Profilbild

Schön, dass du da bist. Lass uns gemeinsam die Welt der klassischen Entspannungsmethoden entdecken!

Newsletter

Du willst mit hilfreichen Tipps mehr Entspannung in deinen Alltag bringen?

Dann melde dich jederzeit für meinen regelmäßigen Newsletter an und hol dir eine Schoko-Meditation als kleines Dankeschön.

Aktuelle Produkte

Entdecke im Onlineshop  Einzelcoachings, Worksheets, und Selbstcoaching-Tools. Hol dir Entspannung nach Hause..